historische Entwicklung der Institution
1989/90
Erarbeitung des Projekts sozialpädagogisch-psychiatrische Sonderabteilung, angegliedert an die stadtzürcherische Jugendstätte Burghof durch Dr. Andreas Andreae und Dr. Ronald Furger, Psychiater des Heimpsychiatrischen Diensts und den Heimleiter Walter Toscan.
1991
Die Sonderabteilung am Burghof wird vom Bundesamt für Justiz als Modellversuch anerkannt und es werden Subventionen zugesprochen. Wenig später Rückzug der Stadt Zürich als Trägerin der Jugendstätte Burghof von der Trägerschaft der Spezialabteilung wegen der Finanzlage der Stadt Zürich. Übernahme des Projekts durch die Stiftung von Ronald Furgers Entwicklungspsychiatrie des jungen Erwachsenenalters.
1992
Durch Beziehungen zur Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich Kontakte zur Boveri-Stiftung Zürich, die am 11.5.1993 erhebliche Beiträge für notwendige Investitionen und für die Betriebsführung in der ersten Zeit zusichert unter der Bedingung einer positiven Behandlung des Anerkennungsgesuchs durch das Bundesamt für Justiz.
Mai 1993
Aufgrund ermutigender Signale systematische Suche nach einer zweckgeeigneten Liegenschaft in der in Frage kommenden Region Zürich -Winterthur - Zürcher Unterland. Definitive Wahl einer verkehrsgünstig gelegenen geeigneten Liegenschaft der Gebrüder Sulzer AG in Winterthur.
Kooperationsvertrag mit dem Sozialamt der Stadt Zürich zur Mitbenützung der geschützten heiminternen Lehrwerkstätten der Jugendstätte Burghof, Dielsdorf.
November 1993
Zusage des Bundesamtes für Justiz für einen einmaligen Beitrag als Starthilfe und während dreier Jahre Beiträge an die wissenschaftliche Begleitung. Durch diesen Entscheid Wirksamwerden der vorbestehenden Zusicherungen beträchtlicher finanzieller Beiträge seitens der Boveri-Stiftung. In der Folge Eintreten des Fonds für gemeinnützige Zwecke Zürich auf unser Gesuch um einen einmaligen Investitionsbeitrag und auf Antrag der Erziehungsdirektion Eintreten des Regierungsrates des Kantons Zürich auf das Gesuch um jährlich wiederkehrende Subventionen in vorerst allerdings bescheidenem Rahmen.
Im Anschluss daran bauliche und einrichtungsmässige Vorbereitungen der gemieteten Liegenschaft.
Januar 1994
Herr Nielsen, der pädagogische Leiter, bekommt den Hausschlüssel zur Villa Ninck und geht auf Suche nach Personal. Die ersten drei Mitarbeitenden kann er per April einstellen.
April 1994
Erste Aufnahmen von dissozialen Jugendlichen in die Modellstation Somosa.
1. September 1995
Anerkennung durch die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich als psychiatrische Privatklinik. Ab jetzt können wir einen Teil der Tagestaxe der Krankenkasse verrechnen.
Oktober 1996
Die Anerkennung der Bildungsdirektion des Kantons Zürich führt zur Einbindung in die interkantonale Heimvereinbarung. Neugründung der Stiftung Somosa - die alten Aufgaben der Stiftung Entwicklungspsychiatrie des jungen Erwachsenenalters als bisherige Trägerschaft werden der neuen Stiftung Somosa übertragen. Neuer Präsident ist Dr. med. Andreas Andreae.
April 1999
Abschluss des Modellversuchs und der wissenschaftlichen Begleitforschung, ein Nachweis für den Bedarf einer Somosa-Behandlung konnte nachgewiesen werden.
September 2000
Die Somosa erfüllt die Rahmenbedingungen für die Anerkennung der Institution durch das Bundesamt für Justiz. Mit der Anerkennung bezieht Somosa neu Betriebsbeiträge vom Bund, und das wirkt sich auf tiefere Tagestaxen aus.
Oktober 2000
Kündigung der Liegenschaft Villa Ninck durch Gebrüder Sulzer. Die Firma Sulzer braucht Eigenkapital und verkauft ihre Immobilien, so auch die Villa Ninck an Stefanini.
November 2000
Die vom pädagogischen Leiter der Somosa, Mogens Nielsen, erstellte "Kurzbeschreibung des Projekts Neubau Modellstation Somosa Winterthur" wird zusammen mit einem überarbeiteten Raumprogramm an das Bundesamt für Justiz und an die Bildungsdirektion eingereicht.
Dezember 2001
Mit finanzieller Unterstützung des Kantons Zürich (der kantonale Anteil beträgt 90%) wird eine Landparzelle der Firma Sulzer in Oberwinterthur gekauft.
Dezember 2002
Das Bundesamt für Justiz bewilligt provisorische Baubeiträge in der Höhe von 35% der beitragsberechtigten Baukosten.
31. Dezember 2002
Übernahme der Stiftung Entwicklungspsychiatrie durch die Stiftung Somosa zum Zweck der weiteren Entwicklung des DIAD-Systems.
Februar 2003
Der Regierungsrat des Kantons Zürich beschliesst, 55% der beitragsberechtigten Baukosten zu übernehmen.
August 2003
Beginn der Bauarbeiten.
November 2004
Bezug des Neubaus. Mit dem Bezug des neuen Gebäudes in Oberwinterthur erfolgt ein grosser Entwicklungssprung: In dem funktional sehr geeigneten Bau, der betreffend Platz- und Sicherheitsansprüchen hohen Anforderungen genügt, kann nun die Institution Somosa die vorhandenen theoretischen Grundlagen und das praktische Know-how unter guten Rahmengedingungen zugunsten der Klienten anwenden.
Mai 2005
Eröffnungsfeier mit Prominenz aus Bund, Kanton und Stadt. 100 Personen, u.a. des Bundesamtes für Justiz, der Gesundheits- und Bildungsdirektion des Kantons Zürich und der Stadt Winterthur, nehmen teil. Die Begrüssungsrede wird von Herrn Walter Troxler, Chef des Amtes Massnahmenvollzug des Bundesamtes für Justiz, gehalten. Weitere Reden von Herrn Ivo Talew, Amt für Jugend- und Berufsberatung, Frau Maja Ingold, Stadträtin, Departement für Soziales der Stadt Winterthur, und Herrn Kai von Massenbach von der Gesundheitsdirektion runden die Feier ab.
Juni 2006
Die erste öffentliche Tagung zum Thema posttraumatische Störung mit Gastreferent Lutz Besser wird in den neuen Räumlichkeiten veranstaltet.