Zum Park 20, 8404 Winterthur
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Die Behandlung wird nach Stufen unterteilt.
Behandlungskonzept
Unser Ziel der Behandlung ist es, den Jugendlichen in seiner Persönlichkeit so weit zu stabilisieren, dass er beim Austritt in vorhandenen stützenden oder ersetzenden Sozialisationssystemen bestehen kann. Zu diesem Zweck durchläuft der Jugendliche drei Behandlungsstufen.
In der Schonphase klären wir das Störungsbild sorgfältig ab, beruhigen Psychopathologie und Verhaltensstörung und fördern das Grundvertrauen im Rahmen eines anforderungsarmen Einlebens.
In der Stabilisierungsphase führen wir den Jugendlichen an die Alltagsforderungen heran. Die Psychotherapie wird konfliktzentrierter. Das Arbeitstraining wird leistungsbezogener und das Gemeinschaftsleben pflichtbetonter. Die Freizeitgestaltung wird vermehrt selber gestaltet. Bei Adoleszenten mit Medikamenten wird Wert auf eine gute Medikamentencompliance gelegt.
In der Austrittsphase rücken die Arbeits- und Berufsfrage und die Selbstständigkeit in Zivilalltag, Freizeit und Beziehungsbereich in den Vordergrund. Wir erstellen mit den Jugendlichen einen individuell definierten Entwicklungsplan. Es folgen auswärtige Schnuppereinsätze in privatwirtschaftlich geführten Betrieben oder geschützten Werkstätten. Zusammen mit den Jugendlichen suchen wir, den individuellen Fähigkeiten entsprechend, eine geeignete Arbeits- und Wohnsituation. Das kann eine sozialpsychiatrische oder pädagogische Wohngemeinschaft, ein weiterführendes Jugendheim oder ein Lehrlingsheim sein.
Für einen gelingenden Übergang in der Austrittsphase können einige Jugendliche auch in das neu konzipierte Wohntraining übertreten. Das Wohntraining ist ein externer sozialpädagogischer Bereich. Es bedeutet für den Jugendlichen mehr Selbstverantwortung, aber auch mehr Freiheit als auf der Wohngruppe.
Um diesen anspruchsvollen Auftrag erfüllen zu können, setzt sich das Behandlungsteam aus Fachleuten der Sozialpädagogik, der Arbeitsagogik, der Psychiatrie und der Psychologie zusammen. Während der gesamten Aufenthaltsdauer wird der Jugendliche in den Bereichen Wohnen und Arbeiten eng begleitet und durch therapeutische und ärztliche Angebote in seiner Entwicklung stabilisiert.